Freitag, 30. November 2007

Was passiert...

wenn ein kleiner Israeli auf eine kleine Austauschstudentin trifft und die Wette verliert? Darf ich vorstellen: Tom. Zum Glück musste ich mich nicht ausziehen und den rosa Schlüpfer anziehen....

das war dann nach ein paar weiteren Gläsern Vodka

Montag, 26. November 2007

Berühmt sein...



...wollte ich ja schon immer... Nein, Scherz beiseite. Ich durfte heute tanzen, hüpfen und sterben und wurde sogar dafür bezahlt und geschminkt und verkostet.

Eine hier bekannte Regisseurin, deren Namen ich mir nicht merken konnte, hat einen Film in einem Nachbarhaus gedreht und hat für eine fünfminütige Szene Darsteller gesucht, die eine Partyszene auf einem Fasching spielen und hinterher verletzt werden. Also habe ich mich verletzen lassen, und musste dann sterben.


Yakir beim Vorbereiten seiner Bauchwunde

Der Film heißt "Seven days in Jerusalem" und es geht um eine Bombenexplosion, aber darin habe ich ja schon Erfahrung...

Sonntag, 25. November 2007

Adresse

So und nun auch die neue Adresse, die auf jeden Fall bis Mitte Januar gültig ist:

31 Alfasi Street;
Rehavia - Jerusalem 92302 - Israel

Mobile + 972 54 7306921

Aufgrund der Nachfrage...



... stelle ich jetzt auch noch Fotos von meinem Petra Hostel und Irené ein, mit der ich so viele Stunden mit dem Zählen der von der Decke gefallenen Putzstücke verbracht habe. Und auch wenn sie das hier wahrscheinlich nie lesen wird: Danke für die Zeit mit Dir.


Das war unser erstes Essen im Zimmer


Der Eingang zum Zimmer in der dritten Kellerebene der Altstadt und je mehr ich in meinem Entwurf über Petra recherchiere und die Pläne und Schnitte dafür zeichne, desto mehr verliebe ich mich in dieses Gewurschtel.

Samstag, 24. November 2007

Impression

So, da bin ich's wieder. Jetzt gibt es einfach mal nur eine Nachtimpression von der arabischen Altstadt Westjerusalems

Freitag, 23. November 2007

Auf ins Westjordanland ...



Morgen Früh fährt Christian. Neben vielen kleinen Trips innerhalb Jerusalems und nach Tel Aviv, haben wir eine Tour ins Westjordanland nach Ramallah, an Yassir Arafats Grab, weiter nach Nebi Musa, einem alten Kloster inmitten der Negev und Qumran, einer Oase und dem Fundort der alten Schriftrollen, gemacht - quer durch die Negev mit einem Taxifahrer, der wegen einer verlorenen Palästinafahne mitten auf der Autobahn stoppte, rückwärts fuhr und alle Autos mit entgegengesetzter Fahrtrichtung und 120 km/h einfach ignorierte. Während ich also feucht fröhlich Fotos aus dem Auto heraus machte, lief Christian grün an bei dem Blick in den Rückspiegel...




Ramallah


Die Negev


Nebi Musa mit den Gräbern links daneben

Nachdem wir dann vom Taxifahrer "nennen wir ihn Hans-Georg" (Zitat Christian) in Qumran rausgelassen wurden und die Touritour mit einer Horde Japanern hinter uns gebracht hatten, dachten wir, dass es eine gute Idee wäre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Egged Bus) weiter nach Ein Gedi zu fahren...


Qumran und überall die Graves

Nach drei Stunden des Wartens und des Beschlusses wieder hoch nach Qumran in die Oase zu gehen, kam just in dem Moment der einzige Bus mit einer dreiviertel Stunde Verspätung... Dabei entstanden folgende Bilder ohne Gewähr. Vielleicht gab es auch gar keine Oase...



Jedenfalls mussten wird dann notgedrungen mit einer deutschen Tourigruppe zurück nach Jerusalem fahren. Catherine, ich sag da nur Shabat.

Samstag, 17. November 2007

Angekommen

Endlich im neuen Zimmer. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber ja, ich bin drin. Anbei ein paar Fotos. Die beiden Mitbewohner machen sich auch und neben gemeinsamen Kochaktionen bei Kerzenschein, weil keine Glühbirnen mehr vorhanden sind, wie auch in meinem Zimmer, haben wir gestern Yakir betrunken gemacht...


Mein Zimmer


Das Wohnzimmer

Es gibt natürlich wieder Haustiere... Dieses Mal aber Richtige: Eine alte Hundedame namens Kindel, die erstens mein Bett liebt und zweitens meinen Papierkorb sehr inspirierend findet und dann wäre da noch ein kleines schwarzes Katzenbaby namens Christoph. Er wurde nach dem letzten deutschen Mitbewohner benannt. Mal sehen, was sie nach mir benennen...


Kindel

Und ich hab ne französiche Decke: Extra lang, extra breit...

Donnerstag, 8. November 2007

Orchester

Und was ich ganz vergessen habe: Gestern wurde ich zu einer Orchesterprobe des Studentenorchesters der Hebräischen Uni in Jerusalem eingeladen und hatte ein Vorspiel. Wenn alles klappt und ich mir wirklich ein Cello hier leihen kann werde ich wohl im Januar die siebente Sinfonie von Beethoven spielen dürfen.

Bombenalarm

Heute bin ich in den Genuss meiner ersten explodierenden Bombe gekommen. In den letzten Tagen waren wieder mehr Bombendrohungen und Brände spürbar. Letzteres war den schlechten elektrischen Leitungen zu verdanken. Jedenfalls ist die Polizei präsenter als sonst.

Der Unterschied zu Deutschland ist leider nur, dass bei Bombendrohungen anscheinend grundsätzlich auch eine Bombe gefunden wird.
Also war ich heute im Rathaus, um ein paar Pläne für meinen Entwurf zu besorgen (auf Hebräisch!) und wurde dann sehr grob aus dem Gebäude geworfen. Cirka eine halbe Stunde später detonierte die Bombe, wie mir erklärt wurde, wenn ich es richtig verstanden habe, in einer Sicherheitsbox oder so, aber spürbar war die Detonation natürlich trotzdem sehr stark. Interessant war für mich nur die Reaktion der Menschen um mich herum: Angefangen von Resignation, über beschämtes auf den Boden gucken bis hin zur Gereiztheit war alles vertreten.
Es war einfach die ehrlichste Szene, die ich hier je hatte. Für vielleicht nur eine Sekunde.

Vielleicht finde ich Morgen einen Artikel darüber in der Zeitung.

Stadtmauern bei Nacht

Gestern Nacht war ich böse. Ich bin mit Irené über ein paar Zäune geklettert, um die Stadtmauer bei Nacht zu besichtigen und zu fotografieren. Aber es sich gelohnt. Fotos gibt es hoffentlich Morgen.

Jerusalem udn besonders die ganzen heiligen Orte wirken so anders friedlich bis unheimlich im Gegensatz zum Tag. Und es war so witzig sich mit Irené gemeinsam vor jeder Patroille zu verstecken. Wahrscheinlich hatte Jonny Recht, als er sagte, dass Irené und ich die richtige Kombination sind: Die Phantasie der Franzosen und die Organisation der Deutschen, da kann nur großartiges bei herauskommen...

Vielleicht sollte ich Irené einfach mit in mein neues Zimmer nehmen und im Schrank verstecken und so wie es aussieht, kann ich bereits dieses Wochenende in mein neues Zimmer.

Samstag, 3. November 2007

Uganda

Jonny ist wieder zurück. Er wurde wieder aus dem Gefängnis in Tel Aviv entlassen und darf bleiben. Aber er sieht sehr mitgenommen aus. Auf die Frage, wie es ihm ergangen ist, hat er mir nur seine blaue Hüfte gezeigt. Ich lasse das jetzt einfach kommentarlos stehen.

Ansonsten sitze ich gerade in Uganda, einer kritischen Künstler-Unterschlupf-immer-offen-Kneipe und versuche meine Präsentation für Montag vorzubereiten, während mich Freunde zeichnen oder mir Arbeiten von sich zeigen.

Boketov, Good night